Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?

Ein Gastbeitrag von Vreni Minnig

Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?

Ein Gastbeitrag von Vreni Minnig

Ich lese immer mal wieder Kommentare von Klavierlehrerinnen und Klavierlehrern, welche beanstanden, dass die Schüler nur mit Tutorials lernen möchten und am Erlernen des Notenlesens nicht mehr wirklich interessiert sind.

Ich habe diese Beobachtung auch früher bei einigen Schülern gemacht und kann die Frustration sehr gut nachvollziehen.

Heute erlebe ich es anders: Meine Schüler kommen alle motiviert in die Stunde, lieben es, die Denkaufgaben am Klavier zu lösen, und verinnerlichen theoretische Inhalte mit Genuss.

Was hat sich geändert?

Kein vorgefertigtes System

Im Modul I der Ausbildung zur SCHNEEMANN® Klavierlehrerin und in meiner Ausbildung zur pädagogischen Beraterin der AMO habe ich vieles darüber gelernt, wie Menschen funktionieren.

Wenn man denkt, das SCHNEEMANN® Klavierlernsystem sei ein vorgefertigtes System, welches einfach und bei allen Schülern genau gleich anwendbar ist, dann liegt man meiner Meinung nach ziemlich daneben.

Was das System auszeichnet ist, dass wir gelernt haben zu wissen — oder mit dem Schüler gemeinsam herauszufinden —, was gerade beim jeweiligen Schüler als Nächstes ansteht.

Wie ich vorgehe

Ich mag mal folgende Herangehensweise beschreiben, welche ich oft anwende.

Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?
Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?
Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?
Ohnmacht oder Selbstwirksamkeit?

Und der Zeitaufwand?

Für die einzelnen Feinziele brauche ich bloss fünf bis zehn Minuten am Anfang der Stunde, da das System mit glasklaren, sehr verständlichen Bildern und schnell umsetzbaren Übungen gespickt ist.

Herzlich grüsst,
Vreni

Über die Autorin: 

Vreni Minnig ist zertifizierte SCHNEEMANN® Klavierlehrerin und pädagogische Beraterin der AMO – Allgemeine Musikschule Oberwallis.

Sie leitet den Online-Gruppenkurs „Klavierspielen in Ein(em) Klang — mit Körper, Geist und Herz“.