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Praxisbeitrag – Postmoderne Klavierpädagogik oder vernetztes Denken?

Kann Notenlesen, aber zunächst Rhythmus alltäglich greifbar gemacht werden? Es sollte gegriffen und begriffen werden, aber möglichst instruktiv-intuitiv, also wenig „verkopft“.

Praxisbeitrag – Postmoderne Klavierpädagogik oder vernetztes Denken?

Kann Notenlesen, aber zunächst Rhythmus alltäglich greifbar gemacht werden? Es sollte gegriffen und begriffen werden, aber möglichst instruktiv-intuitiv, also wenig „verkopft“.

Beispiel Rhythmus

Kann Notenlesen, aber zunächst Rhythmus alltäglich greifbar gemacht werden? Es sollte gegriffen und begriffen werden, aber möglichst instruktiv-intuitiv, also wenig „verkopft“.

Hierfür beginnt meine Rhythmusschulung ausdrücklich mit den schnelleren Notenwerten, nicht mit Vierteln, Halben und Ganzen. Eine 4er 16tel-Gruppe nenne ich „Kaffeetasse“: vier Noten als Einheit, ein Wort mit vier Silben, pro Note eine Silbe -> Kaffeetasse. Im Gegensatz zu Edwin Gordons abstrakter Rhythmussprache (z. B. „Tiketake“) erfasst ein Kind „Kaffeetasse“ offensichtlich leichter.

Daraus ergibt sich für mich folgendes System: „Kaffeetasse“, „Teetasse“, „Tasse-Tee“, „Kirsche“ und „Tam“. Für welche rhythmischen Dauerverhältnisse stehen diese Wörter? Ich bin sicher, Sie erraten es sofort, Auflösung hier[1]. Bisher gilt das Prinzip: pro Note eine Wortsilbe.

Einleitungstext

Postmoderne-Klangpaedagogik

Um lange Dauerwerte sicherer zu beherrschen, benutze ich parallel zwei sinnvolle Methoden, die beide geübt werden sollten, denn sie führen so tatsächlich leichter zum „normalen“ Zählen im Takt, wie es professionelle Musikschaffende machen.

Zunächst lasse ich Rhythmussprache für die langen Notenwerte an sich erlernen, damit Werte als Bilder erkannt werden: Pfeife, Pfeife-Punkt und Ganze-Note. Hier gilt: Eine Note pro Rhythmuswort mit mehreren Silben. So auch die Pausen: Pause, Pause-Punkt, Ganze-Pause. Die Pausen sollten rhythmisiert werden, sonst werden sie entweder übersehen oder zumindest abgekürzt. Geben Sie der Viertelpause den Namen „Pssst“, und lassen Sie dann den Rhythmus einer Reihe von Takten sprechen und mitklatschen, damit wird Koordination geübt, und so werden auch keine Pausen mehr übersehen.

Wenn aber eine Reihe von Rhythmen gespielt oder geklatscht werden sollen, die eine Abwechslung längerer und kürzerer Werte enthält, dann können wir „auffüllen“, anstatt die Namen der längeren Werte zu verwenden: Wir sagen das ganze Wort „Kaffeetasse“ statt des „Tam“ für die 4tel, weil die 16tel der kleinste Wert sind, also das Microtiming. Folgender Rhythmus könnte durchgängig auf 16tel Basis gesprochen werden, allerdings mit Aufmerksamkeit, wo geklopft/geklatscht werden soll und wo nicht: (Abkürzungen: KFTS = Kaffeetasse).

Einleitungstext

Polyrhythmen können später mit Wörtern wie „Beide rechts links rechts (und)“ – rhythmisch in 8teln im 3/4tel Takt gesprochen werden).

Durch angewandte konkrete Rhythmussprache lässt sich später auch leichter im Takt zählen.

Wenn also Gruppen wie „Kaffeetasse“ usw. auch möglichst abwechslungsreich verbunden und so an Lernende übertragen werden, wird genau das, vernetztes Denken, in ihnen stimuliert[2]:

 

 Autor: Cristian Lang

[1] Teetasse: 8tel mit zwei 16teln, Tasse Tee: zwei 16tel mit 8tel, Kirsche: das 8tel-Pärchen (bisher alles mit Balken) und Tam: Viertelnote.

[2] https://www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/linke-und-rechte-hirnhaelfte-verschiedene-welten

Einleitungstext

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